EPPI: Energieeffizienter Prozess zur Herstellung von hochreinem Isobuten

Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Branche
Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Gummi- und Kunststoffwaren
Umweltbereich
Klimaschutz
Fördernehmer
OMV Deutschland GmbH
Bundesland
Bayern
Laufzeit
seit 2019
Status
Laufend
Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen

Kurzbeschreibung

Die OMV Deutschland GmbH (kurz: OMV) betreibt im bayerischen Burghausen eine Raffinerie zur Herstellung von petrochemischen Produkten, wie Propylen, Ethylen, Butadien und Mineralölprodukten (Diesel, Heizöl und Kerosin). Jährlich werden am Standort rund 3,8 Mio. Tonnen Rohöl verarbeitet.

Bei der Mineralölverarbeitung entsteht ein Gemisch aus C4‐Kohlenwasserstoffen bestehend aus Isobutan, 1-Buten, 2-Buten sowie Butan. Diese Komponenten werden in den nachgeschalteten Anlagen zu verkaufsfähigen, hochreinen Produkten umgewandelt. Nach dem Stand der Technik kann hochreines Isobuten jedoch nur über zusätzliche Zwischenprodukte sowie energieintensive Trenn- und Abspaltungsprozesse gewonnen werden.

Mit dem Vorhaben plant das Unternehmen, hochreines Isobuten zukünftig in nur einem Prozessschritt zu gewinnen. Dazu wurde ein spezieller, innovativer Katalysator entwickelt, der die kritischen Verunreinigungen im C4-Gemisch, das Molekül 1‐Buten, in das weniger kritische 2‐Buten umwandelt. Eine gezielte Zugabe von Wasserstoff löst die Reaktion im Reaktor aus. Der für die Trennung des Gemisches erforderliche Energiebedarf soll hocheffizient zu 80 Prozent aus der Restwärme der vorgeschalteten Anlage nutzbar gemacht werden. Der restliche Wärmebedarf wird extern über einen Niedrigdruckdampf zugeführt.

Bei einer Jahresproduktion von 60.000 Tonnen hochreinem Isobuten können mit dem Vorhaben ca. 20.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Die Technik ist grundsätzlich auf Raffinerien, bei denen C4-Gemische als Output und einem hohen Anteil an Butenisomeren entstehen, übertragbar. Die Ergebnisse des Vorhabens können in den nächsten Revisionsprozess des BVT-Merkblattes „Herstellung organischer Grundchemikalien“ einfließen.