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Was wird gefördert?

Investitionen in innovative technische Verfahren mit Umweltentlastungspotenzial, die erstmalig in Deutschland eingesetzt werden.

Wer wird gefördert?

Jede/r kann eine Förderung erhalten. Kleine und mittelständische Unternehmen werden bevorzugt gefördert.

Wie wird gefördert?

Entweder mit einem Investitionszuschuss oder mit einem Zinszuschuss zur Verbilligung eines Kredits.

Umweltinnovationsprogramm

Das Umweltinnovationsprogramm (UIP) ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Das UIP unterstützt seit 1979 Unternehmen dabei, innovative, Umwelt entlastende technische Verfahren in die Praxisanwendung zu bringen, und zeigt, dass technische Verfahren und industrielle Produktion ökologische und ökonomische Anforderungen vereinen können. Zu Beginn des Umweltinnovationsprogramms wurden so genannte End-of-pipe-Techniken gefördert. In den letzten Jahren stehen vor allem integrierte Umweltschutzmaßnahmen in allen technischen Bereichen und Branchen im Vordergrund.

Das Umweltinnovationsprogramm ist nachfrageorientiert. Zahlreiche Unternehmen in Deutschland haben in den letzten 35 Jahren durch eine Förderung aus dem Umweltinnovationsprogramm in innovative technische Verfahren investiert. Die geförderten Projekte zeigen beispielhaft, dass eine Investition in Umwelt entlastende Verfahren ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein kann.

Das offene Förderangebot des Umweltinnovationsprogramms wird regelmäßig durch Förderschwerpunkte ergänzt, um gezielt neue Impulse in umweltpolitisch und umwelttechnisch relevanten Themenbereichen zu setzen.

Neue Fördermittel zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen – Förderung von Pilotvorhaben - können ab jetzt über das Umweltinnovationsprogramm beantragt werden

Im Umweltinnovationsprogramm stehen in einem neuen Förderfenster Bundesmittel bereit für Vorhaben zur Umstellung der energieintensiven Industrie auf eine weitgehend treibhausgasneutrale Produktion. Im Fokus stehen Unternehmensprojekte, die durch erstmalige großtechnische Anwendung innovativer Prozesstechnologien dazu beitragen, prozessbedingte Treibhausgasemissionen möglichst weitgehend und dauerhaft zu reduzieren. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Voraussetzungen für eine Förderung:

  • Fördervoraussetzungen gemäß der UIP-Förderrichtlinie und dem KfW-Merkblatt müssen erfüllt sein (insbesondere muss die Phase der Forschung und Entwicklung abgeschlossen sein);
  • Projekte müssen darauf abzielen, prozessbedingte Treibhausgasemissionen in energieintensiven Branchen zu reduzieren;
  • Projekte müssen bis Ende 2023 abgeschlossen sein und die Fördermittel bis spätestens Ende 2023 vollständig abgerufen werden.

Mehr Fördergelder für Klimaschutzprojekte im Umweltinnovationsprogramm - Verstärkung aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung

Aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung stehen für die Umsetzung des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 auch Fördergelder für Klimaschutzprojekte im Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung. Die Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme dieser zusätzlich verfügbaren Haushaltsmittel sind:

  • Fördervoraussetzungen gemäß der UIP-Förderrichtlinie müssen erfüllt sein;
  • Projekte müssen einen starken Bezug zum Klimaschutz haben;
  • Projekte müssen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Die Fördermittel müssen spätestens bis Ende 2020 vollständig abgerufen werden.

Projektnachrichten

FOKUSPROJEKT: WMR Recycling GmbH gelingt sortenreine Trennung von Aluminiumlegierungen

Die WMR Recycling GmbH errichtete eine neuartige Trenntechnik zur Aufbereitung von Aluminium-Schrott. Das Verfahren umfasst die spezielle Vorbereitung des zerkleinerten Schrottes und eine anschließende Analysierung und pneumatische Sortierung des Materials mittels Röntgentransmission. Diese Technik ermöglicht erstmalig die sortenreine Trennung verschiedener Aluminiumlegierungen und die Herstellung von hochwertigen Aluminiumlegierungen aus 100 Prozent Sekundärmaterialien.

„Durch unsere innovative Sortiertechnik können Altschrotte so sortenrein getrennt werden, dass sie primäres Metall bei der Herstellung von Aluminium-Pressbolzen ersetzen können. Das reduziert CO2-Emissionen und spart Energie.“ Herr Kurth, Prokurist Hydro Aluminium Recycling Deutschland GmbH (ehemals WMR Recycling GmbH)

Filmbeitrag „Perfekter Stoffkreislauf für Aluminium“

Projektstatus: 
Aktuell
Fördernehmer: 
GEDIA Gebrüder Dingerkus GmbH
Projekt: 

TemperBox®-Verfahren in Kombination mit einer innovativen servohydraulischen Presse

Projektstatus: 
Aktuell
Fördernehmer: 
C. Cramer, Weberei, Heek-Nienborg, GmbH & Co. KG
Projekt: 

Innovatives ressourceneffizientes Webmaschinenkonzept

Projektstatus: 
Aktuell
Fördernehmer: 
CHMS GmbH & Co. KG
Projekt: 

Neuausrüstung einer Wäscherei mit innovativer Technik zur maximalen Ressourceneinsparung unter gesamtheitlicher Betrachtung der Energie- und Stoffströme