Innovative Industrie 4.0 Rondelllackieranlage

Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Material
Material
Reduzierung von Ausschuss
Branche
Metallverarbeitung
Umweltbereich
Ressourcen
Fördernehmer
Lothar Bix GmbH
Bundesland
Baden-Württemberg
Laufzeit
seit 2018
Status
Laufend
Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Material
Material
Reduzierung von Ausschuss

Kurzbeschreibung

Die aus Meßkirch (Baden-Württemberg) stammende Lothar Bix GmbH wurde 1887 gegründet und veredelt Oberflächen in Form von hochwertigen und individuellen Beschichtungen auf Kunststoff- und Metallteilen für die Automobil- und Elektrogeräteindustrie.

Bisher müssen für Mehrschichtlackierungen große und aufwendige Einzel- oder Mehrkabinenanlagen verwendet werden, die vollautomatisch Metall- und Kunststoffteile mit Lacken und einem Stetigförderkonzept reinigt und lackiert. Das zu lackierende Produkt durchläuft die komplette Prozesskette von Reinigung über Lackierung, Abdunsten und Trocknung bis hin zur Kühlung mit Hilfe eines Förderbands. Beim Aufbringen von mehreren Lackschichten wird die Prozesskette mehrfach wiederholt komplett durchlaufen. Es besteht nicht die Möglichkeit einzelne Prozessschritte auszulassen.

Ziel des neuen Verfahrens ist, eine qualitative und individuelle Beschichtung von Kunststoffteilen auf kleinstem Raum und mit geringstem Energieeinsatz zu ermöglichen. Ein entscheidender Vorteil der neuen Anlage ist, dass die notwendigen Prozessschritte durch moderne Anlagenteile und Verfahrenstechniken ersetzt werden, die so angeordnet sind, dass sie von einem einzigen Handlingsroboter bedient werden können. Beispielsweise wird der Nassabscheider durch eine Weiterentwicklung der Trocken-Bürstenabscheidung künftig ersetzt, sodass weder Abwasser noch Sondermüll anfallen.

Durch das Vorhaben können u. a. Ausschuss, Platzbedarf, Transportwege und Wartungsarbeiten reduziert werden. Die einmalige Kombination dieser Verfahren und die hohe Flexibilität der Prozessführung erlaubt neben einer bedarfsgerechten Beschichtung auch eine parallele Lackierung. Damit wird eine effiziente Anlagenauslastung ermöglicht.

Insgesamt kann mit der Umsetzung des Vorhabens bei einem typischen, dreischichtigen Lackaufbau eine CO2-Einsparung von 546 Tonnen pro Jahr (rund 68 Prozent des ursprünglichen Verbrauchs) erwartet werden.