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Innovative Abwassertechnik

Aktuelle technische und umweltpolitische Entwicklungen zeigen deutlich, dass Innovationen mit hohem Umweltentlastungspotential im Bereich Abwassertechnik notwendig und realisierbar sind.

In Deutschland wird die Behandlung des Abwassers aus Haushalten, Niederschlagsabläufen und indirekt einleitender Industrie durch rund 9.300 kommunale Abwasserbehandlungsanlagen gewährleistet. Hinzu kommen rund 3.000 industrielle Abwasserbehandlungsanlagen. Diese umfangreiche Abwasserinfrastruktur mit ihren verschiedenen Verfahrensstufen und zahlreichen Aggregaten bietet optimale Bedingungen für die Umsetzung großtechnischer, innovativer Technologien.

Der grundlegende Fokus der kommunalen Abwasserbehandlung in Deutschland liegt auf der Entfernung von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor aus dem Abwasserstrom, vor allem, um eine Eutrophierung der Gewässer zu vermeiden. In der letzten Dekade gerieten weitere Themen, wie z.B. die Rückgewinnung von Nährstoffen aus dem Abwasserstrom bzw. dem Klärschlamm, die Steigerung der Energieeffizienz der Anlagen, die Nutzung der aus dem Prozess verwertbaren Energie und die Entfernung von Spurenstoffen aus dem Kläranlagenablauf, in das Interesse von Abwasserwirtschaft und Politik. Innovationen in diesem Sektor können wertvolle Beiträge zum Klimaschutz, zur Ressourcenschonung und zur Verbesserung der Gewässergüte leisten.

Der Förderschwerpunkt hat das Ziel, Umwelt entlastende technische Innovationen im Bereich Ressourcenschutz durch Rückgewinnung und Nutzbarmachung von Sekundärrohstoffen, Entfernung von Spurenstoffen und effiziente Nutzung der Energie in der Abwasserbehandlung voran zu treiben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstützt mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm im Rahmen dieses neuen Förderschwerpunkts die erstmalige großtechnische Realisierung besonders innovativer Projekte mit möglichst ganzheitlichem Ansatz zum effizienten Umgang mit Ressourcen und Energie sowie zur weitergehenden Abwasserbehandlung.

Wer wird gefördert?

Der Förderschwerpunkt richtet sich an Betreiber von kommunalen und industriellen Abwasserbehandlungsanlagen aller Größenklassen. Ebenso können Betreiber von Anlagen, die eine weitergehende Behandlung, beispielsweise der Klärschlämme, übernehmen (z.B. thermische Verwertungsanlagen) oder die Ressourcen aus der Abwasserbehandlung rückgewinnen, aufbereiten oder weiter nutzen (z.B. Wertstoffe, Energie), eine Förderung in diesem Förderschwerpunkt beantragen.

Förderkategorien

Gefördert werden Projekte in den Kategorien:

Wertstoffrückgewinnung und –bereitstellung

Nutzbarmachung von Phosphor, Stickstoff und anderen Wertstoffen durch Überführung in verwendbare Produkte oder Ausgangsstoffe für Produkte.

Weitergehende Abwasserbehandlung

Reduktion von Spurenstoffen mittels innovativer Verfahren unter Berücksichtigung des Energie- und Ressourcenbedarfs mit möglichst breitem Eliminationsspektrum.

Energie – speichern, regeln, vernetzen

Ganzheitliche Energieoptimierung, flexible Energienutzung (Strom, Wärme, Gas), Integration in Energieversorgungskonzepte auch über die Grenzen der Abwasseranlage hinaus.

 

Die Förderung wird unter der Auflage erteilt, dass ein Messprogramm für die Erfolgskontrolle des Projektes durchzuführen ist.

 

Einreichungsfrist: 08.10.2018 – 15.04.2019

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Frau Franziska Hobohm
Telefon: 0340/2103-2606.

 

Hier finden sie die Antragsunterlagen.