Erstmalige Umsetzung des innovativen Verfahrens EcoFlexCoating zur ressourcenschonenden Beschichtung von Kochgeschirr

Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Material
Material
Einsparung von Lack
Branche
Metallverarbeitung
Umweltbereich
Ressourcen
Fördernehmer
Fissler GmbH
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Laufzeit
seit 2019
Status
Laufend
Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Material
Material
Einsparung von Lack

Kurzbeschreibung

Die Fissler GmbH stellt seit über 170 Jahren Kochgeschirr (u.a. Töpfe, Pfannen, Messer) her und befindet sich in Familienbesitz.

Bei der Herstellung von Kochgeschirr kommt der Oberflächenbeschichtung eine entscheidende Bedeutung zu. Die Oberflächenbeschichtung gewährleistet, dass die Produkte antihaftbar, kratz-, farbton- und temperaturbeständig sowie einfach zu reinigen sind. Derzeitige Beschichtungsprozesse sind jedoch sehr ressourcenintensiv mit einem hohen Verbrauch an Lösemitteln, Wasser sowie Reinigungsmitteln. Das bestehende Verfahren lässt aufgrund der Technologie keine optimale Ausnutzung der Ressourcen zu. Dies hat eine hohe Ausschussquote an Aluminium und einen eher niedrigen Wirkungsgrad der Anlage zur Folge. Auch ist es bisher nicht möglich, die Innen- und Außenflächen des Kochgeschirrs in einem Prozessschritt zu beschichten. 

Ziel dieses Projektes ist es, die Ressourceneffizienz des gesamten Beschichtungsprozesses erheblich zu verbessern. Im Einzelnen sollen etwa der Wirkungsgrad des Lackauftrags signifikant erhöht, Trockentechniken effizienter eingesetzt sowie Reinigungsmittel eingespart werden. Das Kernstück des Vorhabens besteht darin, die bisher eingesetzten lösemittelbasierten Lacke durch wasserbasierte Lacke zu ersetzen.

Insgesamt soll der gesamte Beschichtungsprozess zentral steuerbar sein, um eine hohe Prozessflexibilität zu erreichen. Teilprozesse sollen je nach Bedarf zu- und abschaltbar sowie die Reihenfolge von Außen- und Innenbeschichtung umkehrbar sein. Dadurch ist ein schnellerer Wechsel der Produkte möglich und Ausschussverluste können minimiert werden. Außerdem ist geplant, die Prozesswärme zum einen für die Vorwärmung des Kochgeschirrs und zum anderen für das betriebsinterne Wärmenetz nutzbar zu machen.

Mit dem Vorhaben können der Lackverbrauch sowie der Ausschuss an Aluminium erheblich reduziert werden. In Verbindung mit einem deutlich geringeren Einsatz von Wasser und Reinigungsmitteln ergibt sich eine Minderung der CO2-Emissionen von 73 Prozent pro Jahr.