Halbwarm-Umformungsanlage mit Servo-Direkt Technologie

Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Energie
Energie
Energieeinsparung
Branche
Metallverarbeitung
Umweltbereich
Klimaschutz
Fördernehmer
Hirschvogel Umformtechnik GmbH
Bundesland
Bayern
Laufzeit
seit 2017
Status
Laufend
Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Energie
Energie
Energieeinsparung

Kurzbeschreibung

Die Hirschvogel Automotive Group produziert an acht Standorten in Europa, Asien und Amerika massiv umgeformte Aluminium- und Stahlbauteile für Automobilhersteller. Die Hirschvogel Umformtechnik GmbH in Denklingen ist das Stammwerk. Es ist nicht nur die größte Produktionsstätte, sondern auch das Entwicklungszentrum für die gesamte Gruppe.

Nach dem Stand der Technik ist die Halbwarmumformung von Stahl sehr energieintensiv. Die bei der Erwärmung des Rohmaterials freiwerdende Abwärme wird derzeit kaum technisch genutzt. Wesentliches Ziel des Vorhabens ist es, den Energieverbrauch mit einer neuen innovativen Halbwarm-Umformanlage mit Servo-Direkt-Technologie und einer neu konzeptionierten Anlage zur Induktionserwärmung der Schmiederohlinge deutlich zu senken sowie die bisher ungenutzte Abwärme mittels ORC (Organic Rankine Cycle) zu verstromen. Die technische Innovation der Umformanlage besteht im Querwellenaufbau des Antriebs, der wenig Schwingungen verursacht und dadurch eine höhere Effizienz und Reproduzierbarkeit sowie Reduzierung der Ausschussquote ermöglicht.

Bei der Induktionserwärmung werden die Kühlkreisläufe von Leistungselektronik und der eigentlichen Induktionsspule aufgeteilt. Dadurch kann erstmals die Rücklauftemperatur des Spulenkühlwassers auf mindestens 85 °C angehoben werden. Bei diesem Temperaturniveau reicht die energetische Qualität der Abwärme aus, um jährlich bis zu 100 Megawattstunden Strom für weitere Prozessschritte zu erzeugen.

Mit dem Vorhaben können jährlich mehr als 730 Megawattstunden Strom sowie ca. 150 Tonnen Stahl eingespart werden. Daraus ergibt sich eine CO2-Minderung von bis zu 446 Tonnen pro Jahr. außerdem werden durch die Verstromung der Abwärme jährlich ca. 2 Tonnen an weiteren Schadstoffen, wie Methan, Schwefeldioxid und Stickoxiden vermieden.