Innovatives, lösungsmittelarmes und energieeffizientes Herstellverfahren zur Gummibeschichtung auf Metall

Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Material
Material
Einsparung von Lösemitteln
Branche
Metallverarbeitung
Umweltbereich
Klimaschutz
Fördernehmer
HÜHOCO GmbH
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Laufzeit
seit 2017
Status
Laufend
Geplante
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
Material
Material
Einsparung von Lösemitteln

Kurzbeschreibung

Die HÜHOCO GmbH beschichtet unterschiedliche Metallbänder in verschiedenen Abmessungen mit organischen Beschichtungsstoffen und Gummi. Diese Gummi beschichteten Bänder verfügen über dichtende, geräusch- sowie vibrationsdämpfende Eigenschaften und werden unter anderem in der Automobilindustrie als Motor-Getriebe- und anderen Nebendichtungen und Dämpfungsblechen eingesetzt.

In einem Teilsegment der Produktion werden Metallbänder mit Hilfe des Walzenauftragsverfahren (Coil-Coating-Verfahren) mit einer Gummischicht versehen. Dazu wird die Gummimischung in geeigneten Lösemitteln gelöst und auf die kontinuierlich laufenden Metallbänder aufgebracht. Bei diesem Verfahren sind mehrere Beschichtungsdurchläufe und Trocknungsdurchgänge notwendig. Außerdem muss beim Aufwickeln des Bandes als Trennmittel eine Kunststofffolie eingesetzt werden.

Ziel des Vorhabens ist es, erstmals vollständig auf Lösemittel zu verzichten. Die technische Innovation besteht darin, dass die Gummimischung direkt über einen Extruder in mehreren aufeinander angeordneten polierten Walzen auf die gewünschte Schichtdicke gebracht wird. Unmittelbar danach wird die Mischung auf die Oberfläche des Metallbandes aufgebracht, getrocknet und vulkanisiert. Mit dem innovativen Verfahren können Beschichtungen von 100 Mikrometern bis 2.000 Mikrometern hergestellt werden.

Mit dem neuen Beschichtungsverfahren können im Vergleich zum Stand der Technik jährlich bis zu 98 Prozent an Lösemitteln und Folie eingespart werden. Außerdem verringern sich der Stromverbrauch um bis zu 67 Prozent und der Gasverbrauch um bis zu 85 Prozent. Daraus ergibt sich eine CO2-Minderung von bis zu 86 Prozent.

Das innovative Verfahren ist auf die gesamte Beschichtungsindustrie übertragbar. Auch in den Bereichen Bergbau, Bedachung, Fördertechnik oder Befestigungselemente für Fassaden kann die Technik angewendet werden.