Nachhaltige Ressourcenoptimierung eines Molkereistandortes unter Einbeziehung eines produktionsintegrierten Energieeffizienzkonzeptes (MARS)

Erreichte
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
4.700 Tonnen/Jahr
Energie
Energie
25.000 Megawattstunden/Jahr Energieeinsparung
Branche
Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Landwirtschaft
Umweltbereich
Wasser / Abwasser
Fördernehmer
DMK Deutsches Milchkontor GmbH
Bundesland
Mecklenburg-Vorpommern
Laufzeit
2015 - 2018
Status
Abgeschlossen
Erreichte
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
4.700 Tonnen/Jahr
Energie
Energie
25.000 Megawattstunden/Jahr Energieeinsparung

Kurzbeschreibung

DMK Deutsche Milchkontor GmbH betreibt am Standort Altentreptow in Mecklenburg Vorpommern eine Käserei und eine Molkereiveredelungsanlage. Im Käsereiprozess fällt hochwertige Molke an, die zu Lactose, Molkenpermeaten und hochkonzentrierten Molkenproteinen weiterverarbeitet wird. Insbesondere die Prozesse der Molkenveredelung unterliegen einem hohen Ressourcenverbrauch. Es werden große Wasser-, Strom- und Brennstoffmengen für Membranfiltrationsprozesse, Eindampfungsanlagen und eine thermische Sprühtrocknung benötigt. Der hohe Ressourcenbedarf und die Belastung der Abwasserreinigungsanlage verursachen entsprechende Umweltauswirkungen und bremsen gleichzeitig eine dynamische, nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Ziel des Vorhabens ist es, ein Medienaufbereitungs- und Rückgewinnungssystem (MARS) zu installieren. Das Medienaufbereitungssystem besteht aus einem Mediensammelnetz, zur Sammlung und Rückstapelung von heißen Reinigungs- und Spülmedien, um ungelöste organische Schwebstoffe, die bei der Erhitzung von Milch oder Molke entstehen können, abzutrennen. In Verbindung mit einem Wärmerückgewinnungssystem werden die Energieströme zwischen dem Mediensammelsystem und den Produktionsprozessen ausgetauscht und der Produktion für Wärme- und Kühlzwecke wieder zugeführt. So wird neben der Stoffstromoptimierung im Bereich der Reinigungs- und Spülwässer eine gleichzeitige Steigerung der Energieeffizienz erreicht und die Belastung der Abwasserreinigungsanlage verringert.

Mit dem Vorhaben können jährlich bis zu 25.000 Megawattstunden Primärenergie eingespart werden. Außerdem kann im Zulauf der Abwasserbehandlungsanlage die organische Belastung um bis zu 1.000 Tonnen pro Jahr und die Temperatur durchschnittlich um bis zu 5°C verringert werden. Daraus ergibt sich ein CO2- Minderungspotenzial von bis zu 4.700 Tonnen pro Jahr.