Prozesswassernachbehandlungsanlage zur Produktion von löslichem Kaffee

Erreichte
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
10.500 Tonnen/Jahr
Abwasser
Abwasser
75 Prozent Reduzierung chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)
Branche
Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Landwirtschaft
Umweltbereich
Wasser / Abwasser
Fördernehmer
DEK Deutsche Extrakt Kaffee GmbH
Bundesland
Berlin
Laufzeit
2016 - 2018
Status
Abgeschlossen
Erreichte
Umweltentlastung
Einsparung von CO₂-Emissionen
Einsparung von CO₂-Emissionen
10.500 Tonnen/Jahr
Abwasser
Abwasser
75 Prozent Reduzierung chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

Kurzbeschreibung

Die DEK Deutsche Extrakt Kaffee GmbH (DEK) stellt Flüssigkaffees, Extrakte, sprüh- und gefriergetrocknete sowie entkoffeinierte lösliche Kaffees her. Bei der Herstellung von löslichem Kaffee fallen große Mengen Prozesswasser (rund 1.000 Kubikmeter pro Tag) mit einer hohen Konzentration von schwer abbaubaren Stoffen, gemessen als CSB (10.000 bis 14.000 Milligramm pro Liter — der chemische Sauerstoffbedarf ist ein Maß für die Summe aller im Wasser vorhandenen unter bestimmte Bedingungen oxidierbaren Stoffe), an. Dieses Wasser wird als Abwasser in das öffentliche Abwassersystem eingeleitet und durch die kommunale Kläranlage behandelt. Allerdings können die schwer abbaubaren Stoffe auf Grund ihrer Zusammensetzung (feindispers, persistente Melanoidine — gelbbraune bis fast schwarz gefärbte, stickstoffhaltige organische Verbindungen) in den Abwasserreinigungsanlagen nicht vollständig abgebaut werden.

Mit dem Vorhaben soll eine Prozesswassernachbehandlungsanlage für hochkonzentrierte Prozesswässer aus der Produktion von löslichem Kaffee errichtet werden. Das bisher unbehandelt in das Abwassersystem abgeleitete Prozesswasser wird dazu zunächst in mehreren Prozessschritten vorkonditioniert und über eine speziell konfigurierte Membranbiologie geführt. Eine hohe Belebtschlammkonzentration wird mit einem hohen Befüllstand kombiniert, wodurch der eingetragene Luftsauerstoff effizient ausgenutzt werden kann und sich dadurch der Energiebedarf für die Belüftung reduziert. Dieses Belebtschlamm-Wassergemisch wird einem Membranfiltrationsprozess zugeführt. Das gereinigte Prozesswasser wird anschließend in das Abwassersystem eingeleitet.

Mit diesem Verfahren werden 95 Prozent weniger schwer abbaubare Substanzen dem öffentlichen Abwassersystem zugeführt. Hinzu kommen deutlich weniger Abfälle. Außerdem werden im Vergleich zum Stand der Technik (Umkehrosmose) rund 50 Prozent Energie eingespart. Damit einher gehen CO2-Minderungen von rund 11.000 Tonnen.

Das innovative Verfahren ist übertragbar auf andere Unternehmen der Kaffeebranche.